Inhaltsverzeichnis
Die Vampire Clans
- Brujah
- Gangrel
- Malkavian
- Nosferatu
- Toreador
- Tremere
- Ventrue
- Caitiff
- Nicht Camarilla Clans
- Andere Blutlinien
Unter den Vampiren haben sich im Laufe der Zeit Blutlinien entwickelt, die den Legenden nach bis auf den Begründer des Vampirismus, Kain zurückgehen. Daher bezeichnen sie sich selbst auch als Kainiten. 13 dieser Blutlinien erheben den Anspruch, direkt auf jeweils einen der 13 Vampire zurückzugehen, die Vorsintflutliche genannt werden. Woher diese abstammen behauptet jeder anders, viele vermuten aber dass der "Urvampir" Kain ist. Diese haben sich so gefestigt etabliert, dass sie als Clans bezeichnet werden. Mitglieder eines Clans haben ähnliche Fähigkeiten und Ausrichtungen. Dies liegt teilweise an den Auswahlkriterien der Neulinge, aber auch an „vererbten“ Fähigkeiten. Sieben dieser Clans haben sich in einer Gesellschaft namens Camarilla organisiert und stehen im Zentrum des Spiels.
Es folgt eine klischeehafte Kurzbeschreibung dieser sieben Clans, in der das generelle Bild, das andere Clans von diesen haben, und einige der häufigsten Gemeinsamkeiten unter Clansmitgliedern angerissen werden.
Brujah - Der Clan der Gelehrten
Die Brujah sind die klassischen Rebellen innerhalb der Camarilla. Heutzutage fallen die meisten von ihnen durch direktes und ungeschliffenes Verhalten und einer Kleidung auf, die besonders offensiv wirken soll. Diese gehören zu den engagiertesten Agitatoren gegen die alte Herrschaftsordnung unter den Kainiten und so manch einer musste zu den Anarchen überlaufen, um zu überleben. Einige von ihnen berufen sich aber auf die alte Tradition der Brujah als intellektuelle Idealisten und versuchen geduldig das dynamische Potential des Clans in konstruktivere Bahnen zu lenken. Die Schlagkraft der Brujah ist legendär und wird von anderen Clans gefürchtet und respektiert. Aufgrund der Veränderungen innerhalb des Klans gibt es für den Klan auch noch die Schmähnamen, Clan der Geleerten oder Clan der Punker und Pöbler
Gangrel - Der Clan des Tieres
Von den Gangrel heißt es, dass sie durch ihre besondere Verbundenheit mit der Natur und den Tieren auch dem Tier in sich selbst näher stehen und gelernt haben, es auch besser zu meistern. Sie ziehen meist das Leben auf freier Wildbahn den intriganten Spielen der Vampirgesellschaft in den Städten vor und die wenigen, die sich einmischen, tun es hauptsächlich um ihre individuelle Freiheit und Selbstbestimmung zu gewährleisten. Dieses Verhalten wird von den anderen Clans respektiert, unter anderem da die Gangrel durch ihre Formwandlungsfähigkeiten zu den gefährlichsten Einzelkämpfern unter den Kainiten gehören. Aufgrund ihres meist nomadischen Lebensstils bevorzugen sie praktische und haltbare Kleidung.
Das innere Tier, diese zweite Seele, die auf einmal in einem steckt und erwacht, weil es fressen will, ist eine Tragödie für jeden frisch geschaffenen Vampir. Nichts ist schlimmer als durch Schmerz und Verlust zu lernen wie man das Tier ruhig hält. Ein Gangrel lernt diese Lektion jedoch auf noch viel unangenehmere Art und Weise. So perfektionieren die Gangrel im Laufe der Jahrzehnte immer mehr die Zusammenarbeit statt den Kampf mit den Bedürfnissen, die sie nun haben. Sie versuchen das Tier zu verstehen und lernen es zu akzeptieren, leben in Symbiose. Jedoch: Wenn sie nicht in der Lage sind das Tier zu kontrollieren und es doch ausbricht, so reißt es ein Stück der menschlichen Seele in den Abgrund und ersetzt es durch etwas tierisches. Dies kann ein Verhalten sein oder sogar eine Veränderung am Aussehen z.B. in Form von Fell, veränderten Augen oder Raubtierzähnen, die sich nicht mehr verstecken lassen.
Malkavian - Der Clan des Mondes
Schon zu ihren Lebzeiten besaßen die Auserwählten dieses Clans eine verschobene Realitätswahrnehmung, die sich im Beschaffungsprozess zu einem Bewusstseinszustand wandelt, der im allgemeinen als Wahnsinn bezeichnet wird. Die meisten Kainiten neigen dazu, sie als verrückt und irrelevant abzutun, auch wenn es sie nervös macht, dass Malkavianer immer wieder tiefe Einblicke in Zusammenhänge zu haben scheinen, von denen sie auf keinen Fall etwas wissen dürften. Sie selber behaupten, dass es ihnen gelungen ist, die Grenzen des menschlichen Verstandes zu überwinden und damit auch geistig die Weiterentwicklung zum Kainiten als eine höhere Lebensform vollzogen zu haben. Sie gelten als die „Wild Card“ im Machtgefüge der Camarilla. Neben dem traditionellen Namen gibt es noch den Namen „der Clan des zerbrochenen Spiegel“, was auf dem Klanswappen basiert.
Nosferatu - Der Clan der Verborgenen
Die Nosferatu leiden unter einem Fluch, der sie nach der Schaffung äußerlich immer weiter entstellt. Dies hat sie zu Außenseitern in der Gesellschaft aber auch zu Meistern der Tarnung und der Heimlichkeit gemacht. Es hat sie gelehrt, ihr Augenmerk auf innere und bleibende Werte wie persönliches Ehrgefühl und das Sammeln von Wissen zu richten und sich dabei nicht von Äußerlichkeiten beeindrucken zu lassen. Diese Eigenschaften, gepaart mit dem außergewöhnlich starken Vertrauen und der Loyalität zwischen den Mitgliedern des Clans und dem Umstand, dass sie sich den Untergrund und die Kanalisation als ungestörtes Refugium gesucht haben, haben dazu geführt, dass sie als Informanten für die Camarilla unentbehrlich geworden sind. In Konfliktsituationen zwischen den Clans sind sie meistens bemüht ihre Neutralität zu wahren.
Toreador - Der Clan der Rose
Kunst ist Leben - Leben ist Kunst: Dieser Leitsatz vereinigt im Clan Toreador hedonistische Bonvivants, besessene Künstler, narzisstische Poseure, extravagante Intellektuelle und empfindsame Poeten. Als einziger Clan, der es genießt, sich in menschlicher Gesellschaft zu bewegen, folgen viele von ihnen dem letzten Trend oder kreieren ihn gleich selbst. Viele Toreador verbringen einen großen Teil ihrer Existenz auf der Suche nach dem perfekten Ausdruck ihrer jeweiligen Kunstformen. Trotz ihrer flamboyanten Art sollte man sie nicht unterschätzen. Durch ihre Geschicklichkeit in gesellschaftlichen Belangen haben Toreador in vielen Angelegenheiten oft großen Einfluß.
Tremere - Haus und Clan
Kaum ein Clan ist so diszipliniert, hierarchisch organisiert und geheimnisumwoben wie die Tremere. Innerhalb der Camarilla gelten sie als loyale, aber mit Vorsicht zu behandelnde Verbündete – ihre besonderen Fähigkeiten und ihre berüchtigte Magie haben ihnen einen Ruf zwischen Furcht, Respekt und Misstrauen eingebracht. Ihre Chantrien, die in vielen größeren Städten existieren, sind nicht nur Rückzugsorte, sondern vor allem auch Orte des Lernens, der Forschung und der internen Prüfung. Wer zu diesem Clan gehört, weiß um die Erwartungen: Gehorsam, Disziplin und der Wille zur Perfektion. Denn wer schwächelt, wird ersetzt. Die Tremere pflegen keine blumigen Beinamen, doch sie bezeichnen sich stolz als „Haus und Clan“ – ein Hinweis auf ihre doppelte Identität als politische wie auch mystische Gemeinschaft. Wer genau hinsieht, erkennt: Dies ist mehr als nur ein Clan. Es ist ein System, das denkt, plant und nie vergisst. Gerüchte über ihre wahre Herkunft oder mögliche Verbindungen zu alten Magierorden sind weder bewiesen noch widerlegt – innerhalb der Camarilla wird darüber kaum gesprochen. Und wer es doch tut, tut gut daran, seine Worte mit Bedacht zu wählen.
Venture - Der Clan des Zepters
Die Ventrue stellen die meisten Führungspersönlichkeiten in der Camarilla. Da neben Führungsqualitäten auch Geschäftstüchtigkeit zu ihren primären Auswahlkriterien gehört, ziehen sie auch in vielen wichtigen Institutionen der menschlichen Welt ihre Fäden und entsprechend elitär und aristokratisch ist oft ihr Auftreten. Wie die Toreador bevorzugen sie eine stilvolle, kultivierte und luxuriöse Umgebung, wobei sie in ihrem Pragmatismus nicht so viel Wert auf Kreativität und Ästhetik legen. Der Kleidungsstil wie die Gedankenwelt der meisten Ventrue ist ausnehmend konservativ, wobei manche sich nicht von den Sitten der Zeit ihrer Schaffung trennen können. Ihre Fähigkeit, andere zu manipulieren und zu beherrschen, ist fast legendär, was andere Vampire zur Vorsicht im Umgang mit ihnen mahnt. Ein alternativer Name des Clans ist „der Clan der Könige“.
Caitiff - Die Clanlosen
Caitiff ist die Bezeichnung für Vampire, die vom Clan ihres Sires verstoßen, bzw. nie in diesen aufgenommen wurden. Dies kann geschehen, wenn der Kainit sich schwerwiegender Verstöße gegen die Interessen des Clans schuldig gemacht hat, oder das Blut des Erschaffers zu schwach war, um die speziellen Charakteristika des Clans zu vererben. Sie haben kaum Rechte, werden von Clansmitgliedern kaum geachtet und häufig als Bauernopfer mißbraucht. Unter anderem auch aus diesem Grund findet man kaum ältere Caitiff.
Nicht-Camarilla Clans
Die weiteren Clans stehen nicht im Fokus unseres Spiels, sind jedoch von Zeit zu Zeit bespielt. Jedoch haben wenige Mitglieder der Camarilla direkte Informationen über sie. Spieler, die sich dafür interessieren können entweder bei der Spielleitung bzw. innerhalb des Spieles nach fragen oder sich online belesen.
Andere Blutlinien
Von den 13 Clans haben sich im Laufe der Jahrhunderte einzelne Blutlinien abgespalten, die aufgrund einer andersartigen speziellen Ausrichtung ihrer Kräfte und Ansichten als separate Blutlinie betrachtet werden. Sie sind noch seltener und spielen eine noch geringere Rolle in der Camarilla.